Die Liegenschaften aus dem Jahre 1965 wurden von der alternativen Pensionskasse Abendrot mit der Absicht übernommen, sie den heutigen Bedürfnissen anzupassen, um langfristig eine gute Vermietbarkeit zu garantieren. Die Küchen und Badezimmer waren für heutige Bedürfnisse zu klein und entsprachen nicht mehr den aktuellen Standards. Die Balkone waren ebenfalls zu klein und schwer möblierbar. Durch das Projekt werden in einer ersten Etappe die alten Balkone demontiert und durch neue grosszügige Balkone mit 15 m2 Fläche ersetzt. Die neuen Balkonplatten bestehen aus vorfabrizierten Betonelementen, welche schnell montiert werden können und eine lange Lebensdauer aufweisen. Die Balkongeländer bestehen aus abgerundeten verzinkten Stahlrohren und transluzenten grünen Wellplatten, welche farblich zur Umgebung passen.
In der zweiten Etappe werden Küchen und Badezimmer durch den Anbau von Erkern um 1.30 Meter vergrössert und gleichzeitig vollständig erneut. Die Erker haben zusätzliche Fenster und bringen dadurch mehr Licht und mehr Aussicht in die Räume. Die Erker bestehen aus vorfabrizierten Holzelementen, welche gut gedämmt und schnell montiert werden können. Die Fassaden der Erker sind ebenfalls mit grünen Wellplatten eingekleidet, um den neuen Bauelementen eine einheitliche Erscheinung zu geben. Eine spezielle Herausforderung bestand darin, dass die Wohnungen während des Umbaus vermietet waren.
Typ: Umbau Mehrfamilienhäuser Nutzung: Wohnen Auftraggeberin: Stiftung Abendrot Zusammenarbeit: Olav Rohrer, Bern Ort: Büren an der Aare Jahr: 2009 - 2010
60. Brush up Aarestrasse
Die Überbauung aus dem Jahre 1985 besteht aus drei Gebäuden mit 32 Wohnungen und befindet sich auf einer Parzelle entlang der Bahnlinie Bern-Biel. Aufgabe war die drei Häuser mit einem „Brush up“ zu erneuern und Ihnen ein zeitgenössisches Gesicht zu geben. Gleichzeitig sollte ein neuer Spielplatz erstellt werden.
Das wichtigste Instrument für die Aufwertung
der Gebäude ist das neue Farb- und Materialkonzept für die Fassade. Eine neue Fassadenfarbe, neue Balkongeländer und neue Storenstoffe hüllen die Überbauung in zeitgenössische Kleider. Wir haben für die Auswahl der Farben vorab zwei Grundvarianten in Betracht gezogen: Die drei Gebäude erhalten
je eine gleiche neue Farbe, damit sie von aussen als Einheit wahrgenommen werden oder die drei Gebäude erhalten je einen eigene Farbe. Wir haben uns zusammen mit der Bauherrschaft für die zweite Variante entschieden. Die Überbauung mit ihrer starken Vegetation wirkt leichter, heller und freundlicher, wenn jedes Haus eine eigene strak gesättigte Farbe erhält. Gleichzeitig sind die Häuser gut unterscheidbar und für die Bewohner und ihre Kinder ist jedes Haus klar mit einer Farbe verbunden.
Typ: Sanierung Mehrfamilienhäuser Nutzung: Wohnen Auftraggeberin: UBS Fund Management Ort: Brügg bei Biel Jahr: 2008
50. Sanierung Zähringerstrasse
Das Mehrfamilienhaus aus dem Jahre 1901 ist im Bauinventar als schützenswert eingestuft und befindet sich im Länggassquartier in Bern. Die bestehenden Balkone hatten mehrere Risse, waren zu klein und entsprachen nicht mehr den heutigen Bedürfnissen.
Die neuen vergrösserten Balkone wurden an Ort betoniert. Die alten Gusseisenstützen wurden demontiert, sandgestrahlt, gestrichen und wieder verwendet. Das neue Staketengeländer läuft ausserhalb der Stützen und hält somit die maximale Fläche des Balkones zum Gebrauch frei. Durch die Unabhängigkeit der Stützen, treten sie als wichtiges gestalterisches Element auf und werden dadurch aufgewertet. Gleichzeitig wurde die Fassadenmalerei erneuert.
Ziel des Wettbewerbs ist es 80 - 120 grosszügige Wohnungen und etwa 2000 m2 Gewerberäume zu planen. Städtebaulich schlägt das Projekt ein kompaktes einfaches Volumen vor, welches sich entlang der Schwarztorstrasse entwickelt. Das neue Gebäude definiert zusammen mit der Gebäudezeile aus den Dreissiger Jahren an der Effingerstrasse eine Einheit mit einem grosszügigen Hof. Dieser bildet einen neuen geschützten Aussenraum für das Quartier mit Gemeinschaftsraum, Spielflächen für Kinder und Sitzgelegenheiten. Der neue Baukörper besteht aus sieben identischen Häusern, mit je 14 Wohnungen welche über den Hof erschlossen sind. Die öffentlichen Nutzungen im Erdgeschoss erreicht man direkt von der Schwarztorstrasse aus. Um zwei Lichthöfe sind in jedem Haus pro Etage
zwei kleinere und zwei grössere Wohnungen angeordnet. Dank der Lichthöfe können die Wohnzimmer, welche alle nach Süden auf die Schwarztorstrasse orientiert sind, auf einen lärmgeschützten Aussenraum gelüftet werden. Analog den Lichthöfen in der Berner Altstadt spenden sie auch zenitales Licht und natürliche Belüftung für die Gewerberäume im Erdgeschoss. In den kleinen Wohnungen kann man die französischen Fenster raumhoch auf den Lichthof öffnen, und somit den Koch- und Essbereich in einen inneren Balkon oder Laube wandeln. Den grossen Wohnungen bietet das Projekt im Süden eine L-förmige Loggia als räumliche Erweiterung des Wohnzimmerbereiches.
Ziel des Wettbewerbs sind 120 neue Wohnungen auf dem Areal "La Fontennette" in Carouge zu realisieren. Die Stiftung Emma Kammacher ist Eigentümerin der 10 Wohnbauten aus den Jahren 1947-1950. Sie hat sich für den Abbruch und einen Ersatzneubau entschieden. Der Lieferwagen Citroën Typ H dient als Referenz für unser Projekt. Die Projektidee soll eine rationelle aber auch eine innovative Architektur produzieren: sowohl sozial, typologisch als auch konstruktiv. Ziel ist es, mit einfachen Mitteln hohen Komfort zu erreichen.
Das Projekt schlägt drei kompakte Gebäude unterschiedlicher Höhe und Geometrie vor, welche 312 Wohnungen beinhalten. Die gesamte Volumetrie generiert ein urbanes Quartier von städtischem Massstab.
Die Aussenräume zwischen den Baukörpern gliedern sich in drei Bereiche: Der Hof, ein Aussenraum mit Hartbelag, vor Strassenverkehr geschützt bildet einen Begegnungsraum für die Bewohner. Der Park, eine grosszügige Grünfläche mit Bäumen, welche den Grünzug vom Friedhof bis ins Quartier verlängert. Und schliesslich der kleine schattenspendende Hain im Süden der Anlage. Die Erdgeschosse sind transparent gestaltet und beinhalten die gemeinschaftlichen Nutzungen für die Bewohner.
Die punktuelle Tragstruktur gewährleistet eine hohe Flexibilität der Innenräume. Die Konstruktion aus präfabrizierten Holzbauelementen für die Fassade sowie vorgefertigten Betonelementen für die Balkone ermöglichen eine gleichermassen ökologische wie ökonomische Bauweise.
Im Rahmen eines Programmes für 3000 nachhaltige Wohnungen hat die Stadt Lausanne einen Wettbewerb für 80 - 100 Wohnungen an der Avenue de Morges ausgeschieben. Die Parzelle liegt an der stark befahrenen Strasse westlich vom Stadtzentrum, in einem Quartier welches ein heterogenes Bebauungsmuster aufweist: In der Nähe des alten Güterbahnhofs finden sich hier neben Blockrandbebauugen auch kleine Arbeiterreihenhäuser sowie freistehende Stadtvillen. Die neue Bebauung soll Bewohner aller Altersklassen aufnehmen, mit besonderer Aufmerksamkeit für die Integration ältere Menschen.
Unser Projekt schlägt zwei Gebäudetypen vor. Auf der Strassenseite drei urbane Gebäude mit Mansardendächern und im Hof ein 4-stöckiger Bau mit Dachgarten.
Die drei Bauten entlang der Strasse beherbergen
amp;nbsp; im Erdgeschoss Ladengeschäfte und wirken städtisch. Die Eingänge befinden sich auf der Strassenseite.
Die Wohnungen in diesen Gebäuden haben L-förmige Grundrisse mit mehrfacher Orientierung. Das Gebäude im Hof ist niedriger und ermöglicht somit die Weitsicht für die anderen Häuser.
Mit seiner Holzfassade, wirkt das Gebäude wie ein Pavillon. Der Dachgarten ist die zeitgenössische Antwort auf die Arbeitergärten in der Nachbarschaft. Die grosszügigen Wohnungen können auch als Loft benutzt werden. Alle 4 Gebäude werden als Holzskelettbau mit Treppenkernen aus Beton erstellt.
Die terrassierten Aussenräume bilden private Gärten und öffentliche Grünflächen, so dass eine ausgewogene Mischung zwischen privaten und öffentlichen Aussenräumen entsteht.